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letzte Aktualisierung am 20.10.2017

 

 

 

 

 

 

 

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Chihuahua  Der kleinste Hund der Welt...

Geschichte und Herkunft

Die Entwicklungsgeschichte der Chihuahua Hunde ist sehr schwer zurück zu verfolgen und basiert größtenteils auf Spekulationen und Theorien, dennoch konnten durch Volkskunde, Legenden und archäologische Funde genügend Indizien gesammelt werden um ohne Zweifel festzustellen, dass es sich um eine sehr alte Hunderasse handelt deren Ursprung im präkolumbischen Mexiko situiert ist. Weiters darf davon ausgegangen werden, dass es sich beim Chihuahua um die älteste Hunderasse Amerikas handelt. Die am weitesten verbreitete und wahrscheinlichste Theorie ist, dass sich der Chihuahua aus der antiken Techichi Rasse herausgebildet hat. Ein Gesellschaftshund der von den Tolteken (Ureinwohner Amerikas) gehalten wurde, der Chihuahua entstand sehr wahrscheinlich aufgrund von Kreuzungen mit kleinen Hunden aus China die von spanischen Konquistadoren mit nach Amerika gebracht wurden.

Die geschichtlichen Aufzeichnungen über den Techichi können lediglich bis ins 9. Jahrhundert zurückverfolgt werden, doch es ist trotzdem sehr wahrscheinlich, dass dies der Urahn der Chihuahuas ist. Indizien für diese Annahme sind gefundene Überreste von Techichis, die den heutigen Chihuahuas sehr ähnlich sehen. Gefunden wurden diese Fossilien an Plätzen wie den Pyramiden von Cholula, diese Gebäude entstanden schon im 2. Jahrhundert vor Christus. Es gibt sogar Beweise, dass der Techichi älter als die Mayas ist. Forscher glauben, dass die Azteken nachdem sie die Tolteken besiegt hatten, den Urahn des Chihuahuas adoptierten und er als Symbol für die höheren Klassen galt.

Weiters wird angenommen, dass die Tiere für religiöse Zeremonien verwendet wurden, wie zum Beispiel die Freisprechung von Sünden oder um die Seele nach dem Tod die richtige Richtung zu weisen. Was die Größe der Chihuahuas anbelangt, so war der Urahn größer als diese, wie zuvor schon erwähnt ist dies laut Geschichtsforschern auf die Kreuzung mit kleinen chinesischen Hunden zurückzuführen die von den Spaniern nach Südamerika gebracht wurden. Es wird allgemein hin angenommen, dass die Reduktion der Größe durch Kreuzungen mit dem Chinesischen Schopfhund und ähnlichen Rassen entstand. Sehr viel später, in einem Brief an den König von Spanien, schrieb Christopher Columbus von einem kleinen Hund der nach der Beschreibung im Brief einem Chihuahua sehr ähnlich kommt, dies führt zu der Annahme, dass die Immigration der Rasse in Europa von Columbus eingeleitet wurde.

Der „moderne“ Chihuahua wurde 1850 in alten Ruinen in der Nähe von Casas Grandes im mexikanischen Staat Chihuahua gefunden, von hier stammt auch der Name der Hunderasse. Die Staatsgrenzen von Chihuahua grenzen direkt an Texas, Arizona und New Mexico von denen aus sich der Chihuahua auch in den Vereinigten Staaten verbreitete. Seit dieser Zeit, hat sich der Chihuahua konstant weiter verbreitet und ist auch eine sehr populäre Rasse, im Speziellen in Amerika. Die erste Registrierung erfolgte 1904 durch den American Kennel Club (AKC). Mittlerweile gehört der Chihuahua zu den beliebtesten Modehunden ähnlich wie der Mops und die Französische Bulldogge.

 

Äußeres Erscheinungsbild

Der Chihuahua hat einen sogenannten Apfelkopf und einen ausgeprägten Stop mit kurzem, manchmal etwas zugespitztem Fang. Typisch sind die großen, im Winkel von 45° abstehenden Ohren. Der trotz seiner Kleinheit kompakte Körper ist etwas länger als hoch und steht auf nicht zu feinen, muskulösen und geraden Läufen. Die mäßig lange Rute trägt der Chihuahua über den Rücken gebogen.

Der Standard erlaubt alle Farben: von rein weiß, über weißlich mit cremefarbenen Abzeichen, Tricolor (dreifarbig) und andere, bis hin zu rein schwarz. Die Farbe Blau und Merle-Schattierungen sind jedoch nicht ganz unproblematisch, da sie häufiger mit bestimmten Krankheiten oder Missbildungen einher gehen können. Besonders auffällig sind seine überproportional großen Augen und die kurze Schnauze, was bei falscher Zucht zu sehr empfindlichen Augen, Atemproblemen und Zahnproblemen führen kann.

Obwohl das Idealgewicht zwischen 1,5 und 3 kg liegt, werden auch Hunde zwischen 500 g und 1,5 kg akzeptiert. Exemplare über 3 kg werden allerdings in den meisten Vereinen von Zucht und Ausstellungsbewertung ausgeschlossen, wobei es auch Vereine gibt, die im Interesse der Gesundheit des Chihuahuas auch etwas kräftigere Tiere zulassen. Im Rassestandard werden keine Angaben zur Widerristhöhe gemacht, bei Ausstellungen wird jedoch bei ansonsten gleichwertigen Hunden in der Regel dem kleineren der Vorzug gegeben. Dies hat in der jüngeren Vergangenheit zu eben diesen extrem kleinen Hunden (500 Gramm) geführt, die allerdings in deutlich erhöhtem Maß zu gesundheitlichen Problemen neigen. Der Begriff Qualzucht ist bei diesen extremen Winzlingen denn auch nicht unangebracht.

 

 

Haarvarianten

Der langhaarige Chihuahua (Pelo largo; poil long; long-haired) hat weiches Haar, befranste Ohren, einen ausgeprägten Halskragen und die Rute voll behaart. Das Haar ist entweder glatt oder leicht gewellt.

Der kurzhaarige Chihuahua (Pelo corto; poil court; smooth-haired) besitzt dichtes, weiches, glänzendes Haar, das geschmeidig am Kopf und Körper anliegt.

Temperament

Chihuahuas werden meist sehr für ihre Hingabe, Wildheit und ihre Persönlichkeit geschätzt. Ihre kuriose Natur und ihre kleine Größe machen sie einfach anpassbar an die verschiedensten Umgebungen, wie die Stadt oder kleine Wohnungen. Chihuahuas werden oft als nervös umschrieben, jedoch hat sich bewiesen, dass korrektes Training und eine gute Sozialisierung einen sehr guten Begleithund beziehungsweise Schoßhund aus ihnen machen kann.

Chihuahuas sind nicht wirklich für kleine Kinder geeignet, aufgrund ihrer Größe, Temperament und der Tendenz zu beißen wenn sie Angst haben. Es wird empfohlen, dass die Kinder im Schulalter oder älter sind bevor ein Chihuahua der Familie beitritt. Des Weiteren ist wichtig zu beachten, dass sehr viele Chihuahuas dazu neigen sich einer Person völlig hinzugeben, dies kann sich durch übermäßige Eifersucht selbst gegenüber anderen Menschen äußern. Dieses Verhalten kann durch gute Sozialisierung in jungen Jahren allerdings abgeschwächt werden. Chihuahuas bevorzugen den Kontakt mit anderen Chihuahuas mehr als den Umgang mit anderen Hunderassen.

Zudem ist zu sagen, dass Chihuahuas generell sehr bellfreudige Hunde sind, die ihre Größe häufig durch umso lauteres Gebell versuchen auszugleichen. Es scheint so als hätten Chihuahuas keine Ahnung von ihrer eigenen Größe, so kann es passieren, dass sie völlig furchtlos viel größere Tiere herausfordern, dies kann natürlich zu ernsthaften Verletzungen führen.

Gesundheit

Diese Rasse verlangt nach sehr viel Aufmerksamkeit eines Tierarztes bei der Geburt und der Zahnpflege. Chihuahuas haben auch einen Hang zu gewissen genetischen Anomalien, oft neurologischer Art, wie zum Beispiel Epilepsie.

Chihuahuas, wie auch andere Schoßhunde, weisen manchmal eine schmerzhafte Krankheit Namens Hydrocephalus (deutsch: Wasserkopf) auf. Meist wird diese Krankheit im Welpenalter schon festgestellt, weil das Junge einen abnormal großen Kopf während den ersten Lebensmonaten aufweist, jedoch sind andere Symptome viel auffälliger („ein großer Kopf“ ist schwer zu beurteilen). Welpen mit dieser Krankheit weisen einen unausgewogenen Schädelknochen auf im Gegensatz zu gesunden Tieren bei denen der Schädelknochen sich einheitlich gestaltet. Meist sind die Tiere auch lethargisch und wachsen nicht mit derselben Geschwindigkeit wie ihre Geschwister. Ob es sich nun wirklich um Hydrocephalus handelt kann nur von einem Tierarzt festgestellt werden, wenn auch die Prognose hart ist.

Chihuahuas sind bekannt für die sogenannte Molera, ein elastischer Fleck im Schädel. Chihuahuas sind die einzigen Hunde die mit einem inkompletten Schädel geboren werden können. Die Molera füllt sich mit dem Wachstum des Hundes von selbst, lediglich in den ersten sechs Lebensmonaten sollte etwas Vorsicht geboten sein, danach hat sich der Schädel voll entwickelt. Sehr viele Tierärzte kennen dieses Phänomen nicht, dies führt oft zur falschen Diagnose, dass es sich um die zuvor beschriebene Hydrocephalus Krankheit handelt.

Ein weiteres gesundheitliches Risiko bei Chihuahuas ist Hypoglykämie, oder auf Deutsch, ein zu niedriger Blutzuckergehalt. Sollte dies nicht behandelt werden, so kann Hypoglykämie dazu führen, dass das Tier ins Koma fällt. Des Weiteren weisen die Hunde eine Neigung zu Augeninfektionen auf, Grund dafür sind die großen, runden und leicht hervorstehenden Augen und der relativ geringe Bodenabstand. Chihuahuas tendieren dazu zu zittern, dies ist eigentlich kein gesundheitliches Problem, doch die Ursachen dafür sind oft Stress oder Aufregung. Dies kann in weiterer Folge zu Stress bedingten Krankheiten führen. Eine weitere Erklärung dafür könnte sein, weil kleine Hunde einen anderen Metabolismus (Stoffwechsel) aufweisen als große Hunde und deshalb Wärme schneller abführen. Dies kann natürlich von Hund zu Hund stark variieren, wie bei allen Rassen, die durchschnittliche Lebenserwartung eines Chihuahuas liegt zwischen 8 bis 22 Jahren!

Chihuahuas sind manchmal sehr schlechte Esser und deshalb sollte der Besitzer immer Sorge tragen, dass sie genügend Nahrung zu sich nehmen. Auf der anderen Seite ist es sehr wichtig die Tiere nicht zu Überfüttern. Fettleibige Chihuahuas neigen sehr stark zu vielen verschiedenen Krankheiten wie Diabetes, Gelenksverletzungen, Trachealkollaps (Zusammenfallen der Luftröhre), chronische Bronchitis und eine stark verkürzte Lebenserwartung.

 

Quelle: http://www.vivatier.com/Hunde/Chihuahua&docid=BdC-pjy1GbGfcM&imgurl=http://www.vivatier.com/Datei/Hunde/Chihuahua/Chihuahuas.jpg&w=426&h=640&ei=rQKfUq3wAcWJywOoz4DgAg&zoom=1&iact=rc&dur=228&page=1&tbnh=143&tbnw=106&start=0&ndsp=52&ved=1t:429,r:13,s:0,i:120&tx=6&ty=86